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war ich geistig ganz anwesend, als ich im November 2008 den Entschluss fasste, einen Marathon zu laufen? War der Entschluss erst einmal gefasst, begab ich mich dann auch umgehend in die lange und spannende Vorbereitung. Zuallererst wollte ich meinen Körper erleichtern, um damit das Laufen zu erleichtern. Mutig spazierte ich am 25.11.2009 zu einem Ernährungsberatungsunternehmen, das viele Erfolge auch im Fernsehen bewarb. Nunmehr 16 Monate später laufe ich mit gut 70 Paketen Butter weniger Ballast durch die Gegend. Merklich besser sind meine Trainingserlebnisse, das Laufempfinden und auch meine Wettkampfzeiten. Zugegeben ich bin immer noch kein Zeitenjäger, aber es fühlt sich gut an, immer wieder die eine oder andere Minute einzusparen. So habe ich meinen schnellsten HM in Stuttgart bei moderater Hitze mit 2:07 gemeistert, mein letzter 10ner war der Stuttgarter Solitude-Lauf (Hügel an Hügel) mit 57:54. Stolz geschwellte Brust …
Die letzten Monate, also genau genommen seit dem 01.02.2010 habe ich mit dem offiziellen Trainingsplan für den Marathon begonnen und zur gleichen Zeit das 5%ge mit dem 0%tigen Bierchen eingetauscht
. Insgesamt habe ich allein in der Trainingsplanphase ca. 630 Kilometer auf meine Schuhe geladen, jede Menge Kilos gedrückt und gezogen und das sowohl mit Armen als auch mit den Beinen. Die größte Herausforderung in dieser Zeit war mit Sicherheit der nicht enden wollende Winter. Die Waldwege waren fast komplett verschneit und es wurde erst seit nun einigen Wochen richtig angenehm zu laufen.
Nach der Aschewolkenaufregung nun das beruhigende Gefühl, dass ich zumindest schon Boardkarten in der Hand halte.
Solltet Ihr Ausschau halten wollen, es geht am Sonntag gegen 10:00 los, dauert sicherlich 5 stunden, bis ich ankomme … versuchts mal online : Webcam London oder auch im Fernsehen. Wer Eurosport von euch empfängt : live auf Eurosport HD 25.04.2010 | 10:00 Leichtathletik: 30. Virgin London Marathon 2010-> Übertragung des Stadtlaufes mit über 35.000 Teilnehmern . Annkathrin läuft unter Startnummer 54927 und ich laufe mit der Startnummer 54932 und leuchtend grünen Kniestrümpfen:-)
… also seid gespannt!
Mehr dann nach dem Lauf:-)
bis dann die aufgeregte Micha
… und auch für mich (Annkathrin) ist es in einigen Belangen ein erster Marathon. Ein erster im Ausland. Ein erster, ohne dass sich meine Mutter Sorgen macht – sie wird mich sicher aus höheren Sphären begleiten. Ein erster, bei dem eine Zeit unter 4 Stunden denkbar ist, wenn das Wetter nicht so warm angesagt wäre … Ein erster mit Schwerpunkttraining von München aus. Ein erster mit Martine im Support-Team statt im Renn-Team. Ein erster über ein Reisebüro organisierter, denn ohne Reisebüro bekommt man keinen garantierten Startplatz. Ein erster, bei dem ich den Ort nicht aussuchte, sondern mich freue, dass Micha den Schritt zum wirklich ersten Marathon wagt und ich mitreise. Und mein erster mit 42 – das gefällt mir, dass Micha mit 42 ihren ersten Marathon absolvieren wollte und ich tatsächlich auch gerade 42 geworden bin
. Und da ich auf dem Blog mich nicht so kurz halten muss, ein letztes Zahlenspiel: es ist mein vierter Marathon und wir zwei sind 42.
Die letzten Tage vergehen relativ langsam. Ich bin beruflich nicht unterwegs und habe als Auflage, die Beine hochzulegen, genug Kohlenhydrate zu essen und möglichst viel zu schlafen. Die Aufregung, ob die Anreise klappt, hat sich wieder etwas gelegt. Die Flugpläne normalisieren sich. Paul und Marlen Rinderknecht holen meine Startunterlagen. Das ist sehr erleichternd, denn die Zeit in London ist kostbar und so können wir den Samstagnachmittag mit Schönerem verbringen als in Schlangen zu stehen.
Mein Training davor ging ziemlich auf und ab. Wie Micha halte auch ich mich streng an einen vorgegebenen Trainingsplan. Mag sein, dass da Aberglaube reinspielt … Training ist nur an vier Tagen der Woche. Trotzdem lässt sich das bei derzeit vielen Reisetagen nur mit genug Disziplin eintakten. Am Anfang schwenkte ich gleich mal von einem längeren auf einen kürzeren Trainingsplan, fing also erst Mitte Februar an. Insgesamt habe ich vermutlich 3-4 Trainingseinheiten verpasst aus Erkältungs- und Termingründen. Das dürfte nicht so auffallen! Schwer fallen mir die schnellen Einheiten auf dem Sportplatz. 3×3000 m in je 15:45. Das hört sich nicht so schlimm an 5:15 auf 1000 m, aber das in gleichbleibender Geschwindigkeit, das zehrt
. Letzte Woche dann noch einmal 3×4000 im angestrebten Marathonrenntempo – da regen sich doch Fragen, wie das auf 42,195 km gehen soll …
Schwerpunkt aber bleiben die langen Läufe zwischen 20 und 32 km. Hier ist die Kunst, eine schöne Strecke zu finden, die möglichst eine ganze Menge Asphalt hat, damit sich die Knochen/Muskeln/Bänder/Sehnen an die Belastung gewöhnen. Den längsten davon durfte ich in Italien laufen, bei uns in den Marken von Cupra Marittima bis hinter San Benedetto und zurück. Immer am Meer lang. Brettfertig zwar am Schluss (und da sollen noch 10 km drauf und das ganze schneller??), aber zufrieden.
Heute noch mal 40 Minuten, am Samstag 20 und am Sonntag dann mal sehen, wie Wetter und Tagesform sich zeigen. Mit Sicherheit wird es ein schöner erster Auslandsmarathon, denn die Stimmung in London muss fantastisch sein und bei einem Wetter mit 20° kann ich zwar nicht schnell laufen, aber mich dann eben in Ruhe umsehen, die Atmosphäre genießen und Londoner Sightseeing machen. Ich rechne damit, dass wir gegen 10:15 auf die Strecke kommen und also irgenwann am frühen Nachmittag im Ziel sind. Denkt an mich bei meinem ersten Auslandsmarathon – das wird tragen – wie auch der Gedanke daran, dass durch eure und meine Spenden etwas bewegt wird!
Herzlich
eure Annkathrin
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nur noch zwei Wochen und dann ist es soweit. Ich zähle nun gute 42,2 Jahre und passend dazu erlaufe ich das allererste Mal die volle Distanz eines Marathons.
42195 m
Annkathrin als Läuferin und viele viele liebe Supporter begleiten mich .
Ja und wo werden wir uns diese lange Laufdistanz zumuten? In der Hauptstadt Großbritaniens , in London.
Ich bin schon ziemlich aufgeregt und habe natürlich eine Menge Respekt vor jedem der 42195 Meter.
Nach dem Lauf werden wir euch ausführlich über unser Abenteuer berichten. Seid also gespannt.
Gerade London hat eine lange Tradition von Spendenläufern und der Großteil der laufenden Teilnehmer läuft für einen guten Zweck.
… wie immer geht auch unser Aufruf an euch, uns bei unserem Abenteuer zu unterstützen, in dem Ihr eine Kleinigkeit zugunsten eines guten Zwecks spendet. Der London Marathon soll zugunsten von Ärzte ohne Grenzen gehen.
Wichtig ist, dass auch kleine Beträge vielen Menschen helfen:
- Mit 10 Euro können wir mehr als 80 Vertriebene 1 Monat lang mit den wichtigsten Medikamenten versorgen.
- Mit 15 Euro können wir 18 Opfer von Naturkatastrophen mit isolierenden Rettungsdecken ausstatten, die vor Hitze, Kälte, Wind und Regen schützen.
- Mit 30 Euro können wir 28 Kinder, die an Lungenentzündung erkrankt sind, mit Antibiotika behandeln. Gerade mangelernährte Kinder sind besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Lungenentzündung ist eine der gefährlichsten Atemwegserkrankungen und eine der fünf Haupttodesursachen in Krisengebieten.
Der Marathon:
Stolze 35.000 Teilnehmer in den lezten Jahren, die über die Ziellinie kamen.
Und hier noch ein paar Eindrücke vorab … also bleibt gespannt. Bald gibts wieder was Spannendes zu lesen
.
Bis dahin
die Micha
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