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Drei Überraschungen barg der Zürich-Triathlon für uns:
- Wellen: Letztes Jahr war alles ruhig, dieses Jahr schwappte der See gerne mal in unsere luftschnappenden Münder. Da war es schon beruhigend, dass immer ein Kanu in der Nähe war, obwohl ich einige Male nicht sicher war, ob sie mich so schnell aus dem See hätten ziehen können …
- Berg: Wohl dem, der das Streckenprofil nicht findet auf der Website des Zürich Triathlon. Der macht sich dann keine Sorgen darüber, ob es eine gute Idee ist, einen Drei-Runden-Kurs zu radeln, der eine hübsche Steigung beinhaltet. Zum Glück: die Abfahrt entschädigt!
- Wetter: Es lebe meine Wetter-App, nach der es hätte regnen sollen. Ihr wisst inzwischen, dass das mein Lieblings-Wettkampf-Wetter ist. Dumm nur die 26° und Sonne. Aber wir kämpften uns durch und zwischendrin hat’s richtig Spaß gemacht.
Getragen hat uns nicht zuletzt das Flora-Projekt. Greift zu eurem Online-Banking und überweist eine kleine Hilfe, damit sich Menschen helfen können, die nicht so privilegiert leben wie wir.
Habt Dank und seid herzlich gegrüßt
eure Annkathrin
Am Sonntag ist es endlich wieder soweit: Michaela von der Höh und ich absolvieren eine neue Disziplin für ein neues Projekt: Triathlon für das Projekt Flora, in dem indische Frauen seit zwei Jahren nähen und sticken, um sich und ihre Familie über Wasser zu halten. Ein sehr direktes Projekt meiner Cousine Ursula, in dem alle Spenden 1:1 eingesetzt werden.

Ammu, Yesurani, Sathya Raju, Vinnarasi, Christy Jennifer Sathya, Leema Shanbagan, Ursula, Mary, Prema
Mit unseren 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen möchten wir einen kleinen Beitrag leisten, das Leben für die Frauengruppe etwas leichter zu machen. Helft uns mit:
Die Heimatgemeinde von Ursula nimmt die Spenden entgegen, sodass wir deutsche Spendenquittungen bekommen, wenn wir nach getaner Überweisung Frau Lind (hubertus.kirchhoven@t-online.de) mailen.
Kontoinhaber: Kath. Kirche St. Hubertus Kirchhoven
Institut: Kreissparkasse Heinsberg
Konto-Nr.: 3422392047
BLZ: 31251220
Kennwort: Flora-Triathlon
Berichte folgen – herzliche Grüße von Micha und Annkathrin
Projekt-Tagebuch meiner Cousine Ursula

Ammu, Yesurani, Sathya Raju, Vinnarasi, Christy Jennifer Sathya, Leema Shanbagan, Ursula, Mary, Prema
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März 2009 |
Über eine Spendenaktion kam ich zum ersten Mal in den Slum in Adugodi/Bangalore und lernte das Projekt der R.E.D.S. kennen. Redpickers Education & Development, Scheme – gegründet von den Marianist, einer Bruderschaft, die vor ca. 30 Jahren aus Amerika nach Indien kam. |
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Mai 2009 |
Bei mir entstand die Idee, Frauen zu unterstützen, die durch ihre Stickfähigkeiten ihren Lebensunterhalt selber bestreiten wollen. |
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Juli 2009 |
Erste Austauschrunde mit Sozialarbeiterin Prema Mantesh, Sticklehrerin Mary Santosh von den R.E.D.S. sowie Mrs Radamani, Mrs Skaria und Mrs Deepalakshmi von Bosch. Sathya, Yesurani, Leema, Christy Jennifer, Prema sind die ersten fünf Frauen, die sich auf die Stickgruppe einlassen. Erste Stickversuche werden abgegeben, besprochen, diskutiert. Ein Katalog wird entworfen, Stickproben der Mädels werden abfotografiert. Mrs Deepalakshmi und ich gestalten 2 Ordner, einen mit dem ich Kunden über Angebote informieren kann, einen für die Frauen. Ziel: jede hergestellte Ware wird fotografiert und dem Katalog hinzugefügt. Die Frauen geben sich den Namen „Flora“ Erste Bestellungen von dt. Frauen: Sets, Tischläufer Neue Vorschläge von dt. Frauen, mehr indische Muster anzubieten, weniger Blumen. |
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August 09 |
Die Frauen, Mrs Mantesh, Mrs Santosh und ich treffen uns jede Woche. Alle Frauen sprechen Kanada, so übersetzt Mrs Mantesh ins Englisch. |
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September 09 |
Werbung bei allen Expets (Ausländern ) in Bangalore Überall, wo wir uns treffen, erzähle ich vom Floraprojekt. Die Schürzenidee wird geboren. Es entsteht der Kontakt zu einem weiteren Projekt von den R.E.D.S. In Deepahalli werden Jungen zwischen 12 und 18 Jahren für 2 Jahre betreut und bekommen z.B. die Möglichkeit einen Nähkurs zu absolvieren. Die Jungen haben zuvor auf der Straße oder in unzureichenden Familienverhältnissen gelebt. Vereinbart wird, dass die Schürzen von den Jungen genäht und von den Frauen mit Elefanten bestickt werden. |
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Oktober 09 |
Sathya Raju und Vinerasi kommen dazu und die Floragruppe besteht nun aus sieben Frauen: 2 unverheiratete Mädchen im Alter 19-24 Jahre, 5 verheiratete Frauen im Alter von 23 – 32 Jahren mit 1-3 Kindern. Alle sind sehr offen, dass jeder Besuch aus Deutschland willkommen geheißen wird. Wenn ich Gäste habe, ist auch immer ein Nachmittag im Slum vorgesehen. |
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Dezember 09
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Es findet eine Weihnachtsfeier mit kleinen Geschenken, Kuchen, Tee und Saft statt. Wenn ich nach Deutschland gehe, sorge ich vorher dafür, dass die Frauen genug Aufträge für diese Zeit haben, sonst bin ich jede Woche montags oder freitags dort. Die erste Floraverkaufsparty wird organisiert. |
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Januar 2010 |
Treffen mit P. Mantesh und mir zur Reflexion des Projektes. Wenn das Projekt einmal selbständig werden soll, müssen wir die Frauen mehr schulen. |
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Februar/März 10 |
2 x Englischstunden 2 x weitere Schulungen Floraparty bei Sabine. Ich stelle das Projekt vor und die Frauen bestellen oder kaufen Schürzen. |
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April 10 |
Es kommen Nachfragen für Weihnachtsgeschenke. Weihnachtssäckchen aus Seide sollen genäht und bestickt werden. |
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Mai/Juni/Juli |
Die Mädels arbeiten zuverlässig und gut. Wenn ich nicht im Land bin, holt Jaidev, der Fahrer in Abtänden die fertigen Sachen ab, damit sie bei uns gewaschen werden können. Im Juni haben die Frauen ihr Stickexamen und können nun mehr Zeit mit sticken verbringen. Sie überraschen mich mit einer Feier zu meinem Geburtstag. In dieser Zeit baut R.E.D.S. ein neues Häuschen im Slum. Die Floragruppe soll einen eigenen Raum bekommen. |
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Juli 2010 |
Ende Juli komme ich wieder regelmäßig wöchentlich. Besichtigung der Baustelle des neuen „Hauses“. Ich bin ganz begeistert, wie schnell dann doch so ein Bau gehen kann. Vor einem halben Jahr war noch „kein Geld da“!! Erster Auftrag von einer Firma in Bangalore: 70 Weihnachtssäckchen mit „Frohe Weihnachten“, ein weiterer Auftrag von einer indischen Firma mit ähnlichem Anliegen. |
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August 2010 |
Monika, meine Tochter und Andrea, ihre Freundin machen ein Praktikum bei den R.E.D.S. im Rahmen ihres Studiums „Sozial Arbeit“. Jetzt wollen sie dafür Sorge tragen, dass das Projekt weiter an Selbständigkeit gewinnt. Um persönlichen Kontakt zu bekommen, gestalten sie mit den Frauen einen Tagesausflug als 1. Geburtstagsfeier des Floraprojektes. |
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Sep./Okt. 2010 |
Monika und Andrea arbeiten fleißig im Projekt mit, erteilen regelmäßig Englischunterricht, führen ein Schulungsprogramm durch und gestalten mit den Frauen den neuen Raum für das Projekt. Weiterhin wird ein Logo entwickelt, das auf die Produkte genäht werden soll. |
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Nov. 2011 |
Intensive Vorbereitung für den Weihnachtsmarkt in Bangalore. Schürzen für Erwachsene und Kinder sowie Adventssäckchen sollen angeboten werden. |
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Dez. 2010 |
Es wird ein großer Erfolg. Alle Frauen verkaufen ihre Produkte auf dem Weihnachtsmarkt und sind sehr stolz. |
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Jan./Feb. /März 2011 |
Es kommen 3 weitere Frauen in die Floragruppe. Ammu, Mary und Shanbagam. Die Gruppe soll selbständiger arbeiten. So waschen, bügeln und verpacken die Frauen ihre fertigen Produkte. Ebenso zeigen sie Verantwortung im Einkauf von Stoff und Garn. Wir erhalten einen großen Auftrag von einer dt. Firma aus Bangalore: 500 genähte Einkaufstaschen mit dem Firmenlogo besticken. Gaby Schneider gesellt sich als Mitarbeiterin zu mir. Susan Ballin aus Dänemark stellt ihre Disignerkompetenzen zur Verfügung. Alexandra Waliki photographiert die Produkte und gemeinsam mit Mallika starten wir die Erstellung einer Webseite. Viel Arbeit für mehr Öffentlichkeit!! Die 10 Frauen erarbeiten sich einen Monatslohn von ca. 35.- € . Im Vergleich verdienen ihre Männer ca. 70.- € im Monat. |
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April/Mai/Juni 2011 |
Die Gruppe möchte sich registrieren lassen. Erste Kontakte werden geknüpft. Der Wunsch ist eine kleine eigenständige Firma mit eigenem Bankkonto auf den Namen der Frauen, immer begleitet von einer Deutschen, die die Aufträge besorgt. |


