Laufen ohne Grenzen


… uuuuunglaublich
3. Mai 2010, 10:50
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36.549 Läufer bedeuten Teilnehmerrekord beim 30. London-Marathon. Am Start wurden 37.527 Läuferinnen und Läufer registriert.

Insgesamt 18 Guinness Buch Rekorde wurden aufgestellt, darunter die meisten verbundenen Marathonläufer, 34, die in einer Raupe gemeinsam liefen; darunter Prinzessin Beatrice und 2 Kinder des Virgin-Inhabers Richard Branson, der selbst als Schmetterling verkleidet sein Marathon-Debüt gab. Übrigens dicht gefolgt von mir:-). Susie Hewer strickte während des Marathons einen 77,4 Meter langen Schal. Jean Paul Delacy trug das höchste Marathon-Kostüm aller Zeiten ins Ziel, eine Giraffe von 7,04 Metern, seine Zeit: 5:55:11.

Der älteste Finisher ist Jerzy Kolodziej, 86, der nach 6:35:00 im Ziel war.

Die älteste Läuferin ist 83 Jahre alt, Irene Clarke, 8:13:23. …uuuunglaublich,

Das macht Hoffnung auf eine lange Läuferzukunft.

Aber neben all diesen Rekorden ist für mich das Unglaublichste diese wahnsinns Massen an Zuschauern. Es erschien mir, als wäre ganz London an diesem Sonntag auf der Straße, um uns bis ins Ziel zu tragen mit unzähligen aufmunternden Zurufen : ‘Well done, chip in; You can do it. So etwas habe ich noch nie erlebt. An manchen Stellen,wie zum Beispiel an der Towerbridge konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten, denn der positive Lärm ist überwältigend. All diese Zuschauer wissen, dass die allermeisten dieser knapp 38tausend Läuferinnen für einen guten Zweck, einer sogenannten Charity, unterwegs sind.

So nun aber mal zum Tag der Tage.

Der Wetterbericht für London für unseren großen Tag war perfekt: Regenwahrscheinlichkeit 5%, kaum Wind und zwischen 10-18 Grad. Naja, es war eben nur eine Vorhersage … aber dazu später. Mit dem Bus ging es um 06:50 (gähn) Richtung Startareal. Dort angekommen sammelten wir uns in der Gruppe und ließen uns gemütlich auf unseren Ponchos nieder, um etwas zu frühstücken. Perfekt organisiert, mit jeder Menge Dixis und unglaublich aber wahr, Urinale für Frauen! Auch dazu später eine kleine Episode:-). Langsam kam Bewegung in die Masse und wir entschlossen, uns auch langsam bereit zu machen. Startnummer anbringen , Laufchip anbringen, Laufchip, Laufchip? … Sche …, wo ist denn mein Laufchip …? Panik, alle Taschen, Rucksäcke, Briefumschläge von links nach rechts umgedreht … nichts! … Adrenalinüberschuss, was nun? Ohne Chip keine Zeit, keine offizielle Wertung. Schluck. Paul sagt ganz ruhig: ‘Geh du mal zur Info und frag nach einem Ersatzchip, ich geh nochmal an den Eingangsbereich, dort wo wir unsere Startnummer vorzeigen mussten … Ich mit zitternden Knien und trockener Kehle, den Tränen nahe also auf zum Infostand. ‘Oh, haben Sie wirklich überall nachgesehen? Nein leider gibt’s keine Ersatzchips, Sie können natürlich gern mitlaufen aber gewertet wird Ihr Lauf natürlich nicht, tut uns Leid’. Die Schultern hängen noch tiefer, ich versuche mir die Tränen zu verkneifen. Auf dem Weg zurück zur Annkathrin kommt auch Paul gerade wieder zurück vom Eingangsbereich, in der Hand einen Chip, den hat er dort auf der Wiese gefunden hat … ob es meiner ist? Mhhh, kann man nicht checken, aber egal. Ich mach ihn mir an den Schuh und es gibt mir wieder genug Kraft mitzulaufen.

Kurz vor dem Start öffnet der Himmel nun seine Schleusen und alle Läufer flüchten sich in die aufgestellten Zelte. Der Regen bringt leider auch Kälte mit sich und so geht es bei gerade mal 5 Grad in die Startaufstellung. Aber vorher nochmal schnell ein AngstPipi. Annkathrin und ich schauen zu den Dixis, endlose Schlangen, dann Richtung Urinale, alles leer. ‘Komm lass uns ein Abenteuer wagen’, sag ich. Am Eingang bekommen wir ein Stück ‘Pappe‘ in die Hand gedrückt … hmmm was’n das? Drauf steht: P-mate. Sehr skeptisch gehen wir in den Bereich und stehen vor blauen Plastikurinalen … hmmm, was nun? Wie man sich das dann vorstellen muss, beschreibe ich jetzt nicht, aber es war sehr lustig. Und wollte ich nicht immer schon mal piseln wie ein Mann?? *grins* … uuuunglaublich.

Ohne Wartezeiten startete ein Block nach dem anderen und ich war fast überrascht, dass es so schnell ging. Los geht’s in Greenwich, führt durch einige Londoner Vororte, schon hier ist die Stimmung fantastisch. Überall stehen Zuschauer dicht gedrängt. Ungewöhnlich sicherlich, dass ich heute in Meilen denken muss (nicht km) aber es geht unglaublich schnell. Da höre ich förmlich schon Meile 12, da geht es dann über die Towerbridge ins Zentrum von London. Hier ist die Stimmung auf dem Höhepunkt. Eine riesige Gänsehaut, die den ganzen Körper hoch und runter läuft, die Tränen laufen einfach übers Gesicht. Meile 18, viele Läufer sind nun schon im ‘Gehmodus’ , die Massen werden immer lauter, dicht gedrängt ist nun nur mehr eine Gasse zum Laufen frei und auch ich spüre langsam, dass ich doch gern ankommen würde. Die letzten 6 Meilen gehen mitten durch Londons City, vorbei an Westminster Abbey und dann kurz vor dem Ziel bei KM 40 am Big Ben und am Buckingham Palace vorbei auf eine schier endlos erscheinende letzte Meile, bei der ich nichts mehr wahrnehme, alles ist unglaublich laut und voll:-)

Ein Tag, den ich nie vergessen werde. Und ich hoffe mit euren Spenden für Ärzte ohne Grenzen , im Leben aller, die nicht so viel Glück haben wie wir, einen Tag etwas aufhellen zu können.

PS: Paul , der übrigens hier seinen 100sten ( in Worten – einhundertsten) Marathon lief! hat in der Tat meinen Chip dort auf der Wiese gefunden: Schulde dir ein Bierchen:-).

… uuuunglaublich, nur deshalb hier meine offizielle Zeit: 4:49:30

Für die Zahlen- und Zeitbegeisterten:

Annkathrin : 04:18:13

Paul : 03:56:54

IMPRESSIONEN:

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Fazit: Wer die Chance und den Mut hat, je einen Marathon zu laufen, dann sollte er unbedingt hier in London laufen. Perfekte Organisation, hilfsbereite Menschen und unermüdliche Zuschauer, die dich förmlich ins Ziel tragen.



und was davor geschah oder diese elend langen Läufe!
23. April 2010, 09:08
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war ich geistig ganz anwesend, als ich im November 2008 den Entschluss fasste, einen Marathon zu laufen? War der Entschluss erst einmal gefasst, begab ich mich dann auch umgehend in die lange und spannende Vorbereitung. Zuallererst wollte ich meinen Körper erleichtern, um damit das Laufen zu erleichtern. Mutig spazierte ich am 25.11.2009 zu einem Ernährungsberatungsunternehmen, das viele Erfolge auch im Fernsehen bewarb. Nunmehr 16 Monate später laufe ich mit gut 70 Paketen Butter weniger Ballast durch die Gegend. Merklich besser sind meine Trainingserlebnisse, das Laufempfinden und auch meine Wettkampfzeiten. Zugegeben ich bin immer noch kein Zeitenjäger, aber es fühlt sich gut an, immer wieder die eine oder andere Minute einzusparen. So habe ich meinen schnellsten HM in Stuttgart bei moderater Hitze mit 2:07 gemeistert, mein letzter 10ner war der Stuttgarter Solitude-Lauf (Hügel an Hügel) mit 57:54. Stolz geschwellte Brust …

Die letzten Monate, also genau genommen seit dem 01.02.2010 habe ich mit dem offiziellen Trainingsplan für den Marathon begonnen und zur gleichen Zeit das 5%ge mit dem 0%tigen Bierchen eingetauscht :-) . Insgesamt habe ich allein in der Trainingsplanphase ca. 630 Kilometer auf meine Schuhe geladen, jede Menge Kilos gedrückt und gezogen und das sowohl mit Armen als auch mit den Beinen. Die größte Herausforderung in dieser Zeit war mit Sicherheit der nicht enden wollende Winter. Die Waldwege waren fast komplett verschneit und es wurde erst seit nun einigen Wochen richtig angenehm zu laufen.

Nach der Aschewolkenaufregung nun das beruhigende Gefühl, dass ich zumindest schon Boardkarten in der Hand halte.

Solltet Ihr Ausschau halten wollen, es geht am Sonntag gegen 10:00 los, dauert sicherlich 5 stunden, bis ich ankomme … versuchts mal online : Webcam London oder auch im Fernsehen. Wer Eurosport von euch empfängt : live auf Eurosport HD 25.04.2010 | 10:00 Leichtathletik: 30. Virgin London Marathon 2010-> Übertragung des Stadtlaufes mit über 35.000 Teilnehmern . Annkathrin läuft unter Startnummer 54927 und ich laufe mit der Startnummer 54932 und leuchtend grünen Kniestrümpfen:-)

… also seid gespannt!

Mehr dann nach dem Lauf:-)

bis dann die aufgeregte Micha



…am 25.April ist es soweit. Mein erster Marathon!
11. April 2010, 20:40
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nur noch zwei Wochen und dann ist es soweit. Ich zähle nun gute 42,2 Jahre und passend dazu erlaufe ich das allererste Mal die volle Distanz eines Marathons.

42195 m

Annkathrin als Läuferin und viele viele liebe Supporter begleiten mich .

Ja und wo werden wir uns diese lange Laufdistanz zumuten? In der Hauptstadt Großbritaniens , in London.

Ich bin schon ziemlich aufgeregt und habe natürlich eine Menge Respekt vor jedem der 42195 Meter.

Nach dem Lauf werden wir euch ausführlich über unser Abenteuer berichten. Seid also gespannt.

Gerade London hat eine lange Tradition von Spendenläufern und der Großteil der laufenden Teilnehmer läuft für einen guten Zweck.

… wie immer geht auch unser Aufruf an euch, uns bei unserem Abenteuer zu unterstützen, in dem Ihr eine Kleinigkeit zugunsten eines guten Zwecks spendet. Der London Marathon soll zugunsten von Ärzte ohne Grenzen gehen.

Logo Ärtzte ohne Grenzen

Wichtig ist, dass auch kleine Beträge vielen Menschen helfen:

  • Mit 10 Euro können wir mehr als 80 Vertriebene 1 Monat lang mit den wichtigsten Medikamenten versorgen.
  • Mit 15 Euro können wir 18 Opfer von Naturkatastrophen mit isolierenden Rettungsdecken ausstatten, die vor Hitze, Kälte, Wind und Regen schützen.
  • Mit 30 Euro können wir 28 Kinder, die an Lungenentzündung erkrankt sind, mit Antibiotika behandeln. Gerade mangelernährte Kinder sind besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Lungenentzündung ist eine der gefährlichsten Atemwegserkrankungen und eine der fünf Haupttodesursachen in Krisengebieten.

Der Marathon:

Stolze 35.000 Teilnehmer in den lezten Jahren, die über die Ziellinie kamen.

Und hier noch ein paar Eindrücke vorab … also bleibt gespannt. Bald gibts wieder was Spannendes zu lesen :-) .

Bis dahin

die Micha

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Heimathlon der 3te – für Ärzte ohne Grenzen in der Weltkulturhauptstadt 2010 – das Ruhrgebiet
15. Juni 2009, 15:38
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…so nun bin auch ich in meiner Heimat einen Halbmarathon gelaufen. Und zwar den Karstadt Marathon. Das war nun unser dritterHeimathlon“. Nachdem wir vor 2 Jahren in Annkathrins Heimat Würzburg und im Februar 2009 in der Nähe von Annicks Geburtsstätte an der Saar gelaufen sind, ging es nun am Sonntag den 17.05.2009 durch das wunderschöne Ruhrgebiet. Mitten durch die Weltkulturhauptstadt 2010 sind wir auf der 21,1km langen Laufstrecke vorbei an vielen Kulturdenkmälern und markanten Wahrzeichen des Ruhrgebiets gelaufen.

Noch dazu in einer persönlichen Bestzeit von 2h07min! Juchuu

Ganz besondere Unterstützung erlebte ich dieses mal aus den Reihen meiner Familie. Meine ‘große’ Schwester und mein Schwager begaben sich ‘walkend’ mit auf die 21,1km lange Distanz. In ihrer Bestzeit von 3h07min

Herzlichste Grüße und bis bald

die Micha

mit Gabi und Stefan
ps. ….übrigens seit September 05 erliefen wir bei insgesamt 11 Läufen über 15.000 Euro – dank euch werden wichtige Hilfsprojekte unter anderem für Ärzte ohne Grenzen unterstützt.



Micha erzählt von Mannheim…
31. Mai 2009, 14:44
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Unsere erste Staffel, ich weiß schon fast nicht mehr wie wir auf die Idee kamen, aber alle besonderen Läufe sollen auch einem besonderen Projekt zugute kommen. Annkathrin kam dann auf die Idee Foundation Rwanda zu unterstützen. Nachdem wir alle 3 sehr ergriffen von den einzelnen Schicksalen der betroffenen Frauen waren, haben wir uns schnell dazu entschlossen diese Organisation mit diesem ‘besonderen’ Lauf zu unterstützen. Wer den Mut hat, sich dem Thema zu stellen, findet hier weitere Informationen bei Mediastorm

Am Samstag ging es bereits mittags los, Richtung Mannheim. Erst mit der S-bahn zum Stuttgarter Hauptbahnhof, dort in denICE . bereits seit München saßen Annkathrin und Cosima im Zug. Um die lange Weiterreise von immerhin 37 Minuten zu versüßen, hatten wir uns locker auf einen leckeren Löschzwerg (natürlich nur für die Supporterinnen, für uns Läuferinnen gab es ein alkfreies Öttinger) verabredet ;-)

In Mannheim dann ein perfekt getimter Abholservice durch Bine, was für eine Organisation! Annkathrin und ich machten uns umgehend auf um die Startunterlagen für uns 4 abzuholen. Rund um den HBF war schon Marathonstimmung. Am Wasserturm dann auch schon live Musik und eine Menschenmasse voller erwartungssvoller und lächelnder Gesichter.

Annkathrin stärkte sich mit einer Portion Pasta und wir genossen eine live Performance eines Gitarrenduetts auf der Messebühne. Stimmung wurde immer besser. Nachdem Annick dann zu uns gestoßen war, gingen wir gemütlich die 2km zur Neckarstadt, um dort mit den Supproterinnen zusammenzukommen und dann gemeinsam noch ein wenig über das Stadtfest zu schlendern.

In unserer Unterkunft kehrten wir nur kurz ein uns umzuziehen, dann ging es los. Erste Strecke lief Annick, dann folgte Annkathrin, übergab nach endloser Strecke an Bea, die dann mit mir gemeinsam weiterlief. Ca. 300m vor dem Zieleinlauf kamen wir alle 4 zusammen und genossen den superschönen nächtlichen Zieleinlauf.

5.Platz manoman in 3h44min und willste mal sehen wie Sieger aussehen?

Und für alle Suppporter und Bekannten schaut doch mal was so an den Tagen los war :-) . Dafür muss ich euch freischalten, gebt mir Bescheid, wenn ihr unsere Diashow sehen wollt.




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